Eiswein
Bei Eiswein handelt es sich um einen Wein, der aus natürlich gefrorenen Trauben gekeltert wird. Dazu muss das Wasser in den Beeren bei anhaltenden Temperaturen unter -7 Grad gefrieren. Der Zucker aus diesen Trauben bindet Fruchtsäure und nicht kristallisiertes Wasser. Das Ergebnis ist ein sehr süßer und konzentrierter Wein. Besonders Eisweine aus Riesling genießen Weltruf. Winzer aus Deutschland machen mit Eiswein weilweit gute Geschäfte. Dieser Wein wird oft als Edelsüßer Dessertwein serviert.
Wie ist Eiswein entstanden
1929 war für Wein ein sehr schlechtes Jahr. Die Winzer hatten viele Trauben wegen ihrer schlechten Qualität nicht geerntet. Aber im Februar kamen sie dann auf die Idee, die Trauben, die noch an den Stöcken hingen, zu ernten und dem Vieh zu füttern. Bei der Ernte stellten Sie fest, dass die Trauben nur wenig, dafür aber sehr süßen Most entwickelt hatten. Sie kelterten die Trauben und bekamen einen wunderbaren, süßen Wein. Der Eiswein war geboren. In Bingen am Rhein wurde dem Eiswein ein Denkmal gestiftet.
Die klimatischen Bedingungen waren lange Zeit nur in Österreich und Deutschland für Eiswein geeignet. Der Eiswein kann nur aus gesunden Trauben hergestellt werden. Edelfäule kann leicht dazu führen, dass sich durch Essigbakterien Essigsäure bildet. Der Wein darf dann nicht verkauft werden. Beim Keltern muss das Mostgewicht ständig kontrolliert werden, bei sehr hohem Mostgewicht ist das Risiko groß, dass durch die niedrigen Temperaturen die Gärung nicht beginnt und kein Eiswein entstehen kann. Winzer, die Eiswein produzieren wollen, müssen schon Mut haben. Der Winzer kann den Frost nicht vorhersehen. Kommt der Frost bereits in November, wird der Eiswein eine gute Qualität haben. Wenn es aber erst ab Januar ausreichend Frost gegeben hat, wird der Eiswein nicht so gut, weil die Beeren bereits durch die Witterung gelitten haben.










